13) Helmut Gsöllpointner

Die Runde, 2003
Variables Objekt, Porit
Größe variabel

Max Würfel, 1993
Fotodokumentation
Alu-Dibond, 120 x 80 cm

Ausstellung im MAK, 2003
Fotodokumentation
Alu-Dibond, 52,4 x 250 cm
Fotograf: Manfred Schöller

Variabel und verschiebbar zeigen Helmuth Gsöllpointners Teleskop-Plastiken ihr komplexes Innenleben.

Wie bei der auseinanderschiebbaren Skulptur Die Runde, 2003 beschäftigt sich der Metallbildhauer seit den frühen 1970er-Jahren mit der „formalen inneren Logik“ dreidimensionaler Objekte und schafft aus geometrischen Körpern vielschichtige variable Anordnungen. Darauf nimmt auch die Fotomontage von Manfred Schöller Bezug, in der Gsöllpointner in verschiedenen Perspektiven und Rollen beim Aufbau großer Teleskop-Plastiken für das Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) 2003 zu sehen ist. Seine Objekte, die er als Experimente betrachtet, um „die Entfaltung räumlicher Dimensionen realisierbar und erfahrbar zu machen“ (H.G.), bewegen sich an der Grenze zwischen Bildhauerei, Architektur und Design. Sie können fragil und temporär in Porit (Styropor) oder „stahlhart“ und dauerhaft als Miniatur oder großformatig für den öffentlichen Raum ausgearbeitet sein.

Erweiterung, Veränderung, Bewegung – diese Begriffe, mit denen Helmuth Gsöllpointner in den Bereichen Design, Kunst und Architektur maßgebliche Impulse gesetzt hat, prägten auch sein Wirken als Lehrender und Rektor an der Kunstuniversität Linz und Organisator von Großprojekten. Er ist ein Wegbereiter für neue interdisziplinäre Gestaltung – nicht nur aufgrund der Überwindung des klassischen Skulpturbegriffs mit seinen „Teleskop-Plastiken“, sondern auch durch Ausstellungen wie Forum Metall (1977), Forum Design (1980), Schmuck – Zeichen am Körper (1987) oder Netz Europa (1994).

* 1933 in Vorderweißenbach/AT, lebt und arbeitet in Linz/AT

Location: OÖ Kulturquartier (13)

12) Jean Tinguely 14) Marina Apollonio