12) Jean Tinguely

Brief an Helmuth Gsöllpointner, 1977
3-teilige Zeichnung, gerahmt
Je 36,5 x 38,7 cm

Méta-Matic No.10, 1959
Grosse Méta-Maxi-Maxi-Utopia, 1987

Videodokumentation
ca. 0'50", loop
Courtesy: Museum Tinguely, Basel

Im Zentrum der kinetischen Kunst Jean Tinguelys stehen Maschinen, ihre Bewegungen und Geräusche.

Als er von Helmuth Gsöllpointner 1977 zum Großprojekt „Forum Metall“ eingeladen wurde, antwortete der Schweizer Bildhauer und Objektkünstler mit einem für ihn typischen, künstlerisch gestalteten Brief. Zu einer Zusammenarbeit bei der in Teilen bis heute an der Donaulände zu sehenden Skulpturenausstellung im öffentlichen Raum kam es aus terminlichen Gründen nicht. Der Brief belegt aber die Begeisterung und die Aufbruchstimmung bzw. den innovativen Geist des Projekts und des künstlerischen Austausches der Beteiligten. Beispiele für Tinguelys kinetischen Kunstwerke sind in Videodokumenten zu sehen.

Jean Tinguely war einer der innovativsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Die ersten künstlerischen Arbeiten des ausgebildeten Dekorateurs waren (Schaufenster-)Figuren aus Draht, die er in Bewegung setzte. Seine Kunst steht niemals still und besitzt die Kraft, den „Schrott des Alltags“ in poetische Konstruktionen zu verwandeln. Tinguely war Mitglied der Künstlervereinigung der Nouveaux Réalistes und gilt als einer der Hauptvertreter der kinetischen Kunst.

* 1925 in Freiburg/CH; †30. August 1991 in Bern/CH

Location: OÖ Kulturquartier (12)

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