20) Osvaldo Cavandoli

La Linea, 1972–1991 - Die Linie

Video
Folge Nummer 1, 141, 208
9'51", loop

Eine Figur, geformt aus nur einer Linie, läuft ebendiese entlang und setzt sich cholerisch mit allem auseinander, was ihr dabei im Weg steht.

Die Abenteuer des cholerischen Strichmännchens Lui („Er“) stammen aus der Feder des italienischen Cartoonisten Osvaldo ­Cavandoli, der das genial einfache grafische Konzept von La Linea ursprünglich für eine Werbelinie entwickelte und erst später eine äußerst erfolgreiche Fernsehserie daraus machte. Ab 1972 trat Lui im Unterhaltungsprogramm von 40 Ländern auf. Die charakteristischen Soundeffekte der rund 100 Zeichentrick-Episoden, Carlo Bonomis einprägsame Stimme und die Musik von „Signor Rossi“-Komponisten Franco Godi, Corrado Tringali und Alvaro Ventura ergänzen die Zeichnungen Cavandolis auf kongeniale Weise.

Cavandoli war technischer Designer für die Autoindustrie, nach einem Wechsel zur Animation arbeitete er zunächst im Studio von Nino Pagot, als unabhängiger Regisseur und Produzent machte er später hauptsächlich Kinowerbung. Für La Linea bekam er zahlreiche Preise auf internationalen Festivals. „Als ich die Linien insgesamt betrachtete, merkte ich, dass der beste Einfall war, alles auf eine einzige Linie zu reduzieren, und mit dieser einen Linie alles, was ich erzählen wollte, auszudrücken.“ (O. C.)

* 1920 in Maderno/IT; † 2007 in Mailand/IT

Location: OÖ Kulturquartier (20)

Osvaldo Cavandoli
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