14) Marina Apollonio

Spazio Ad Attivazione Cinetica, 1966–2015
Kinetischer Aktivierungsraum

Installation
Druck auf PVC,  585 cm

Filmato su Dinamiche Circolari
in rotazione, 1960

Film über rotierende Kreisdynamik
Video, 21'32", loop

Ein überdimensionales optisches Phänomen, das aus nächster Nähe zu betrachten und zu nutzen ist, entfaltet seine optische Wirkung erst durch die unterschiedlichen Blickwinkel.

Die Perspektive von oben auf das in Schwarz-Weiß gehaltene grafische Muster mit seinen exzentrischen und konzentrischen Kreisen fordert den Sehsinn heraus: Beim Betrachten geraten die schwarzen Linien vor der leuchtend weißen Grundfläche scheinbar in Bewegung. Die grafische Textur der Boden-Installation aktiviert sich ins Räumliche und wirkt wie eine fließende, elastische Welle. Die Täuschungsmöglichkeiten des Auges auslotend, führt auch das Video OPTICA, 1960 eine Choreografie optischer Illusionen vor. Darin ändert ein Kreis auf dunklem Hintergrund in Rotation seine lineare, grafische Oberfläche. Mit einfachen Mitteln schafft die Künstlerin auch hier Strukturen, die sich vor den BetrachterInnen in dynamische Bilder verwandeln. Schwarz-weiß flimmernd, gipfelt die physikalische Wirkung des Bewegtbilds in Nachbildern, die direkt auf das Bewusstsein einwirken.

Marina Apollonio zählt zu den PionierInnen der Op-Art und lässt ganz im Sinne der um die Mitte der 1950er-Jahre entstandenen Kunstrichtung optische Täuschungen durch musterähnliche Wiederholungen entstehen. Dabei entwickelt die italienische Künstlerin aus elementaren Formen wie Rechtecken, Kreisen, Spiralen, Punkten, Streifen und Linien, welche sie auf einzelnen Ebenen gegeneinander verschiebt, überraschende Bewegungs- und 3D-Effekte.

* 1940 in Triest/IT, lebt und arbeitet in Venedig/IT

Location: OÖ Kulturquartier (14)

Marina Apollonio
13) Helmut Gsöllpointner 15) Memo Akten