25) Te-Yu Wang

No. 99, 2019

Stoff, Ventilatoren
Dimensionen variabel
Auftragsarbeit: OÖ Kulturquartier

Ein gigantischer Ballon erfüllt den gesamten Raum und schafft eine einnehmende körperliche Sinneserfahrung.

Eine gigantische Stoffblase drückt sich gegen die Wände des OK-Saals. Ihre zarte, textile Oberfläche lässt den Außenraum schemenhaft durchscheinen und bewirkt ein Auflösen konkreter Formen. Die pneumatische Installation erzeugt ein Gefühl der Entgrenzung, aber auch des Gewahrseins. Mit einfachen Materialien und Farben entsteht ein poetischer Dialog zwischen Raum, Kunst und Mensch. Die körperliche Erfahrung überlagert die visuelle Interpretation, das Publikum muss sich physisch darauf einlassen, um die Situation zu erfassen.

Te-Yu Wangs Arbeiten sind interaktiv und ermöglichen den BetrachterInnen, physisch Teil des Kunstwerks zu werden. Seit den 1990er-Jahren arbeitet die taiwanesische Künstlerin mit unterschiedlichen Stoffen an einer „reinen Raumform“, mittlerweile hat sie 100 Installationen geschaffen. In Form von aufblasbaren Räumen oder Objekten überführt sie die „Inflatables“ früherer Architekturexperimente in die Kunst. Sie möchte das Gefühl einer räumlichen Präsenz mit einfachen Medien erforschen und über die existenzielle Form und Situation der Menschen in diesen Räumen nachdenken.

* 1970 in Hsinchu/TW, lebt und arbeitet in Taipeh/TW

wangteyu.com

Location: OÖ Kulturquartier (25)

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